claudia e.
weber

Der Rote Faden

Ein Schloss wird aufgefädelt

2020, Knaren im Gebälk – Kunst spielt mit Schloss, Mörsburg Winterthur: Rotes Flatterband

Der rote Faden vermisst, durchsticht, umspielt und erweitert das Schloss. Er setzt Geschaffenes und Gewachsenes in Beziehung zueinander. Ungewohnte Bezüge und Volumen werden sichtbar. Er verortet die Burg - im Kontext und im Erdreich: Die Festung wird enttrohnt, die Bäume und die Wiese werden gleichwertiger.

Wind und Wetter variierten die Raumzeichnung und stressten das Flatterband enorm. Nach Abrissen galt es wieder anzuknüpfen oder wegzulassen. Louise Bourgois sagte einmal: «Kunst handelt vom Leben, und das ist im Grunde auch schon alles.» Immer wieder sind wir herausgefordert, neue Bezüge im sozialen und biografischen Umfeld zu finden, um zu einem im Jetzt stimmigen Lebenskonstrukt zu finden.

Louis

Holzskulptur, Höhe 195 cm, Grundfläche 63 x 63 cm

2015, Montmirail NE und Winterthur: Zeder, Öllasur Saxatol und div.Pigmente

Im März 2015 wurde mir von der Communauté Don Camillo nahe des Neuenburgersees eine Zeder aus ihrem Park angeboten. Ich begann mit Entwürfen und arbeitete im Juli mit einem Helfer während einer Woche gleich vor Ort. Die Rohschnitte wurden zu mir ins Atelier geliefert, wo ich Louis dann fertigstellte.

Nun hat er via Kirchplatz Winterthur (2016), Vättis, Kirchgemeindehaus Oberwinterthur (2017) und Ganterschwil (2019) den Weg an die Kantonsschule Rychenberg in Winterthur gefunden.

Modulation I

Eine Raumzeichnung tanzt durchs Raster

2016, Kunst in der Zwicky, Fällanden: Eisengerüst, gesägte Zedern- und Lärchenhölzer

Raster, Gitter, Koordinatensysteme - sie sind in unserer Welt allgegenwärtig. Landschaft, Körper und Behausung werden so vermessen und gefügig gemacht. Wir leben in einer Welt der virtuellen Systeme - Umwelt, Körper und Ansichten werden eingepasst.

Wo finden wir neue Räume für Entfaltung, Entwicklung und Horizonterweiterung? In meiner Installation finden Linien Spielräume im Raster und lassen in den Zwischenräumen Neues entstehen. Hier entfalten sich Volumen und Bewegung. Die Betrachter*innen finden darin ihre ganz eigenen Bilder.

Claudia E. Weber

Freischaffende Künstlerin

Als 3D-Künstlerin realisiert sie grosszügige Installationen im Innen- und Aussenraum. Sie sucht Möglichkeiten, Erstarrtes durch Modellierung neu zu beleben. Menschen inspirieren sie zu grossen und kleinen Figuren, deren Gesten über den Moment hinaus gedeutet werden können, obwohl sie ganz im Hier und Jetzt stehen und zur Begegnung einladen.

1965

Geboren in Glarus

1986 - 1989

Schule für Ergotherapie Biel, Diplom

2000 – 2005

Berufsbegleitender Vorkurs an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich
Grundstudium Lehrberufe für Gestaltung und Kunst an der ZHdK

seit 2003

lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Winterthur

2008

Aufnahme bei Visarte, Berufsverband der visuell schaffenden Künstlerinnen und Künstler der Schweiz

2020

Güterschuppen Glarus, #coronakunstglarus

Schloss Mörsburg Winterthur
Knarren im Gebälk – Kunst spielt mit Schloss
Organisation, Kuratorium im Team
Installationen: Der rote Faden und INBOX

2019

Kollektive R57 und porte bleue,
Wo die Milane kreisen, Ganterschwil

Organisation der Ausstellung Mörsburg 2020
und Vorbereiten eigener Projekte

2018

Open Doors: Kunstaktion Portraitdruckomat

Organisation der Ausstellung Mörsburg 2020
und Vorbereiten eigener Projekte

2017

Kunst im Wassberg, Forch Zürich

Künstler am Wasser, Vättis
Installationen: gestellt und Durchblick

2016

Kunst in der Zwicky, Fällanden: Modulation I

2015

B15 - Kunst ums Wild, Winterthur

Evangelisch-reformierte Kirche Luzern, «Komm und sieh!»

Atelier
Hegistrasse 35b
8404 Winterthur

+41 79 383 37 48
mail@claudiaweber.ch

Bei Interesse an einem Atelierbesuch oder einer Skulptur bitte ich Sie um eine Kontaktaufnahme via Telefon oder Mail.